Floorball Deutschland wählte einen neuen Vorstand

Floorball Deutschland hat einen neuen geschäftsführenden Vorstand. Zur Präsidentin wurde die Landesvorsitzende des Floorballverbandes Schleswig-Holstein, Elke Scholz, gewählt.

Der frühere Rücktritt von Vorgänger Oliver Stoll forderte am 6. September 2014 bei der regulären Delegiertenversammlung des Dachverbandes Floorball Deutschland in Schriesheim (Baden-Württemberg) eine rasche Lösung. So wurde neben Scholz auch Martin Günther vom TuS Bloherfeld (Oldenburg/Niedersachsen) an die Seite von Manuela Wagener (Floorball Niedersachsen) gewählt, die bereits seit dem 12. April 2014 als Schatzmeisterin im Amt ist.

Die Delegierten sowie die neuen Vorstandsmitglieder dankten ausdrücklich den scheidenden Präsidenten Prof. Dr. Oliver Stoll und Vizepräsidenten Frank Herrmann für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Stoll hatte seit 2009 das Präsidentenamt inne.

Scholz: Oliver Stoll ist ein Teil von Floorball Deutschland. Er hat für den Dachverband unter anderem sehr wichtige Lobbyarbeit geleistet. Er hat den Kontakt zur IFF gepflegt und gefestigt und den Verband dahingehend geformt und aufgestellt, dass eine Aufnahme in den DOSB möglich wird. Die Stärkung des Bundesverbandes durch den Zusammenhalt der Landesverbände hat der Gesamtentwicklung von Floorball Deutschland gut getan. Es gilt den eingeschlagenen Weg fortzuführen und für Kontinuität zu sorgen.“

Beschlossen wurden auf der Delegiertenversammlung von FD einige richtungsweisende Satzungsänderungen. Demnach werden eine Bundesligakonferenz sowie ein Bundesliga-Rat geschaffen. Daraufhin wurde die Stimmverteilung im Gesamtvorstand inklusive Bundesliga-Rat, Jugendleiter und Floorball Förderverein angepasst. Zudem wurde die Anzahl der Delegiertenstimmen bei Delegiertenversammlungen auf maximal sechs Stimmen pro Person erhöht. Bestätigt wurden nicht zuletzt die Anträge der Verbandsspruchkammer (VSK) bezüglich der Vereinshaftung. Die finanzielle Situation des Bundesverbandes hat sich derweil entspannt. Der Dank gilt Schatzmeisterin Manuela Wagener, die in dem Bereich Finanzen in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit leistete: „Es besteht die realistische Chance, sofern keine unvorhersehbaren Ereignisse eintreten, bis Ende 2014 schuldenfrei zu sein. Dieses Ziel erreichen wir also voraussichtlich ein Jahr früher als geplant.“

Wichtige Ziele in der Arbeit im Bundesverband sieht Scholz darin, die begonnene Strukturreform weiter voranzutreiben. Mit den in der Satzung von FD verankerten Instanzen Bundesligakonferenz und Bundesligarat wurde bereits ein wichtiger Schritt getan.

Die Konsolidierung der Finanzen ist ein wichtiger Punkt in der zukünftigen Vorstandsarbeit.

Ein weiteres wichtiges Ziel muss das Thema Ausbildung werden. Erste Konzepte dazu liegen in der Schublade. Hier bedarf es für die Umsetzung Manpower. Eng verknüpft mit der Ausbildung ist dann natürlich auch die weitere Entwicklung der Sportart Floorball.

Aber allem voran gelten der Aufbau und die Umsetzung einer optimalen Kommunikation auf allen Ebenen. So werden Aktionen gebündelt und führen zu einem positiven Ergebnis. 

Scholz abschließend: „Ich wünsche mir für unsere Arbeit bei FD ein respektvolles Miteinander.”